Die Gruppe traf sich in Ravencross wieder, einer Stadt, die sich drastisch verändert hatte. Der zweite Nagel war gehoben worden, und die Straßen waren überfüllt mit Grimdals Soldaten und Inquisitoren. Die Stimmung unter den Einwohnern war angespannt und misstrauisch, besonders gegenüber den Gilden. Mysteriöse Todesfälle von Zivilisten und die Lügen der Soldaten über den Skorpion hatten das Vertrauen der Bevölkerung erschüttert. Die Kälte des Winters lag über der Stadt, mit Minustemperaturen und häufigem Schneefall.
Während Elyon und Naira ihr Mausoleum auf dem Friedhof verlassen hatten, waren Vodochan und die totgeglaubte Helena dort aufgetaucht. Helenas Rückkehr war eine Überraschung, da ihr Tod bereits bekannt geworden war. Sie erzählte, wie sie nach ihrem Sturz in die Schlucht bei Red Creek auf etwas Weichem, aber nicht ganz Weichem gelandet war – etwas, das knurrte und sie dann hochschleuderte. Mit ihrem Enterhaken hatte sie sich festgehalten und war aus der Schlucht geklettert, wenn auch mit vielen Blessuren. Vodochan hatte der Gruppe eine beunruhigende Nachricht überbracht: Ravencross war „markiert“ worden. Eine magische Glyphe war durch ein Ritual erschaffen worden, die es Grimdals Truppen ermöglichte, die Stadt ohne Karte zu finden, ihnen Kraft verlieh und Grimdal eine begrenzte Fernwahrnehmung gewährte. Vodochan hatte ein Ritual studiert, um diese Markierung zu zerstören, und bat die Gruppe, die Glyphe zu finden, während er sich im Mausoleum versteckt hielt.
Die Gruppe traf sich vor Cromworths Taverne, um ihre nächsten Schritte zu planen. Melot und Helena besuchten zunächst Calissias Laden, wo Melot die Ladenbesitzerin vor ihren brennenden Haaren rettete. Calissia, unbeeindruckt von der Gefahr, handelte mit der Gruppe. Melot verkaufte ein gebrauchtes Langschwert für neun Goldstücke und kaufte Fackeln. Helena tauschte einen Speer gegen Fackeln und Rationen ein und verkaufte später ihre Lederrüstung für acht Goldstücke. Währenddessen begaben sich Naira und Elyon in die Taverne, die von Soldaten und Inquisitoren überfüllt war. Sie belauschten Gespräche über Grimdals Pläne, Ravencross zur Basis für ganz Teyvara zu machen und die letzten Gildenmitglieder auszutreiben.
Melot suchte nach seiner Ziege, die er in einem Stall zurückgelassen hatte, und erfuhr von einem Bauern, dass seine Familie die Ziege geschlachtet und gegessen hatte, um den Winter zu überleben. Als Dank erhielt Helena und Melot einen Zitronenkuchen von Gwendoline, der Frau des Bauern. In der Taverne wurde die Gruppe von einem Inquisitor namens Tibor dem Großen konfrontiert, der nach Gildenmitgliedern suchte. Tibor war arrogant und prahlte mit seinen Taten, wie dem angeblichen Besiegen eines Skorpions. Er hielt Melot ein Schwert an die Kehle und forderte Informationen. Melot reagierte geschickt, indem er behauptete, kein Gildenmitglied zu sein, und bot an, ein Lied zu singen. Er improvisierte einen Lobgesang auf Grimdal, begleitet von seiner Ukulele, der Tibor so beeindruckte, dass er mitsang und Melot mit einem Goldstück belohnte.
Die Gruppe überredete Tibor, sie zu den vermeintlichen Gildenmitgliedern zu führen, und lockte ihn zum Friedhof. Auf dem Weg dorthin versuchte Elion, Informationen über die Glyphe zu erhalten, indem er Tibor schmeichelte und ihn über Grimdals Macht ausfragte. Tibor verriet, dass hochrangige Inquisitoren direkt mit Grimdal über die Glyphe kommunizieren konnten. Am Friedhof angekommen, brachte Helena Tibor zu Fall, und Naira stach ihm in das Knie. Tibor versuchte, die Gruppe mit Gold, Bier und sogar „Katzenbabys“ zu bestechen, und verriet schließlich, dass die Glyphe in der Kirche war, nicht im Wald. Die Gruppe entkleidete Tibor und entdeckte seinen grotesk deformierten und unterernährten Körper, der mit unnatürlichen Muskelmassen bedeckt war. Naira führte ein dunkles Ritual an ihm durch, bei dem sie mit einer Fackel einen Raben auf seine Brust zeichnete und diabolische Worte sprach. Das Rabenbild fing Feuer, und ein Vogel zwängte sich aus dem Brustkorb des Inquisitors und flog davon. Das Ritual forderte viel Energie von Naira, ihre Nase und Augen bluteten, und das Rabenbild brannte sich in ihre eigene Brust ein.
Tibor versuchte verzweifelt, eine Signalbombe zu zünden, aber Helena fing sie ab und warf sie weit in den Wald. Die Bombe aktivierte sich mit einem ohrenbetäubenden Pfeifen und zog die Aufmerksamkeit von Soldaten und Inquisitoren auf sich. Die Gruppe floh zum Mausoleum, wo sie Vodochan trafen. Vodochan erklärte, dass die Glyphe in den Katakomben unter der Kirche sein musste und dass er ein Ritual durchführen würde, um sie zu zerstören. Die Gruppe plante, die Aufmerksamkeit der Soldaten mit weiteren Signalbomben abzulenken. Melot bastelte eine Halterung aus Leder, damit Deathlathos, Nairas Rabe, die Bomben tragen und an einem entfernten Ort abwerfen konnte.
Deathlathos flog los, und die Gruppe wartete am Waldrand. Nach einer langen, bangen Wartezeit ertönte ein lautes Pfeifen, als die Signalbombe detonierte. Fackeln von Soldaten eilten in die Richtung der Explosion, und die Gruppe nutzte die Ablenkung, um sich der Kirche zu nähern. Die Kirche war provisorisch aus Holz und Planen wiederaufgebaut worden, nur das massive Steintor war noch intakt. Melot öffnete leise die Tür und entdeckte zwei Soldaten, die am Altar Karten spielten. Er warf eine explosive Kugel, die in einem riesigen Feuerball explodierte und die beiden Soldaten verbrannte. Vodochan drängte die Gruppe, schnell in die Katakomben hinabzusteigen.
Die Katakomben waren grob ausgehoben und mit Holzbalken abgestützt. Naira benutzte ihren magischen Kompass, der sich schnell drehte und dann starr nach Norden zeigte, was den Weg zur Glyphe wies. Aus der Ferne waren bedrohliche Geräusche zu hören. Vodochan führte die Gruppe weiter nach Norden, bis sie eine größere Halle erreichten. Dort entdeckten sie zwei Kultisten, die vor einer schwebenden violetten Glyphe standen und auf Diabolisch Zauber wirkten, um Grimdals Soldaten zu stärken und am Leben zu erhalten. Die Gruppe versuchte, an den Kultisten vorbeizuschleichen, wurde aber entdeckt. Die Kultisten griffen mit Blitzen an, verletzten Helena schwer und schleuderten Vodochan zu Boden.
Melot und Helena eilten in die Katakomben, um Naira zu helfen, die von einem Blitz getroffen worden war und zu Boden ging. Helena griff einen Kultisten mit ihrem Feueratem an, während Melot auf einen anderen schoss. Plötzlich erschien ein riesiger Höllenhund mit leuchtenden roten Augen und knurrte die Gruppe an. Naira versuchte, den Höllenhund mit einem Zauber zu blenden, was zunächst missglückte. Vodochan erschien wieder und wirkte eine schützende Aura um die Gruppe, die ihnen eine Minute Zeit verschaffte. Die Gruppe rannte an den Kultisten vorbei, wobei Vodochan einen zu Boden stieß. Melot schoss auf einen Kultisten, der bewusstlos zusammenbrach, und Helena tötete den zweiten mit ihrem Schwert. Der getötete Kultist explodierte und löste eine Signalgranate aus, die weitere Feinde alarmierte.
Die Gruppe erreichte den Raum mit der pulsierenden violetten Glyphe, die in die Felswand eingelassen war. Vodochan begann ein Ritual zur Zerstörung der Glyphe und bat die Gruppe, ihn zu beschützen. Helena versuchte, den Gang mit Holzbalken zu versperren, was teilweise gelang. Ein riesiges, schattenhaftes Wesen mit langen Armen und leuchtenden Augen tauchte aus dem Nebel auf. Naira versuchte, das Wesen mit einem Zauber zu blenden, während Helena es mit ihrem brennenden Schwert angriff. Melot wurde von dem Wesen verletzt, das eine schwarze Säule aus seinem Hals zog. Helena stach mit ihrem Schwert in den Hals der Kreatur, woraufhin ätzende grüne Flüssigkeit austritt. Naira setzte einen weiteren Zauber ein, der die Kreatur zu Boden stürzen ließ, woraufhin sie in einer violetten Blase verschwand.
Weitere Feinde näherten sich durch den engen Gang. Zwei Inquisitoren versuchten, sich durch die teilweise blockierte Passage zu quetschen. Melot schoss mit seiner Armbrust auf den ersten Inquisitor und traf ihn. Helena versuchte, den Inquisitor mit ihrem Schwert anzugreifen, verfehlte aber. Der zweite Inquisitor sprengte sich und seine Kollegen in die Luft, wodurch der Gang blockiert und mit Rauch gefüllt wurde. Melot und Helena wurden von der Explosion getroffen und durch den Raum geschleudert. Stimmen von Soldaten und Inquisitoren waren weiterhin aus dem verrauchten Gang zu hören.
Vodochan durchlief eine mysteriöse Verwandlung. Seine Augen leuchteten türkis, und seine Stimme wurde tiefer und fremder. Er überreichte Naira einen kunstvoll verzierten Dolch mit dem Zeichen der Eisengilde im Griff. Vodochan befahl der Gruppe auf Diabolisch, sich zurückzuziehen, und kommunizierte telepathisch mit Naira. Er instruierte sie, ihm auf sein Zeichen hin den Dolch ins Herz zu stechen. Vodochan überreichte Elyon ein Pergament mit Anweisungen für die Zukunft der Gilde und befahl der Gruppe, Ravencross zu evakuieren. Helena, Melot und Elyon flohen aus den Katakomben, während Vodochan und Naira zurückblieben, um die Feinde aufzuhalten. Horden von Soldaten, Inquisitoren und Kreaturen stürmten aus dem Dunkeln auf sie zu.
Die Gruppe erreichte eine kleinere Höhle, wo mindestens acht bis zehn Soldaten den Ausgang blockierten. Vodochan kniete nieder und schleuderte violette Blitze aus seinen Händen, die immer stärker wurden. Melot versuchte, einen Soldaten mit seiner Armbrust zu treffen, verfehlte aber. Helena warf einen brennenden Speer, der knapp an Vodochan vorbeiflog. Vodochan fing den Speer, tauchte ihn in violette Masse und schleuderte ihn zurück. Der Speer traf einen Soldaten und verursachte eine Explosion, die mehrere weitere Soldaten tötete. Naira traf einen Soldaten mit einem Dolch in den Helm, woraufhin schwarze Flüssigkeit herausspritzte. Vodochan war von violetten Adern durchzogen und formte einen immer größer werdenden Energieball. Die verbleibenden Soldaten stürmten auf die Gruppe zu. Melot schoss einen Pfeil durch Vodochans Energieball, der einen Soldaten enthauptete. Naira brachte einen Soldaten zum Tanzen. Vodochans Energieball explodierte, tötete alle verbleibenden Soldaten, und er selbst brach zusammen.
Vodochan befahl der Gruppe, Ravencross zu evakuieren, und sagte Naira, dass sie ihn auf sein Zeichen hin ins Herz stechen sollte. Naira stach Vodochan den Dolch ins Herz, woraufhin er schreit und violette Energie aus seinem Mund, seinen Augenhöhlen und seiner Nase schoss. Eine violette Energiewand breitete sich aus und pulverisierte alle Kreaturen in ihrem Weg. Die Gruppe floh aus der Höhle, während die Energiewand Ravencross erreichte. Elyon flog durch ein Loch im Kirchendach und beobachtete, wie Fackeln von Soldaten auf Ravencross zukamen. Er gab Melot eine Signalbombe und flog in den Wald, um sie zu zünden. Melot sah die Signalbombe fallen und hörte ein ohrenbetäubendes Pfeifen. Melot und Helena sahen, wie die Kirche von Soldaten und Inquisitoren gestürmt wurde. Elyon beobachtete von oben, wie Horden von Soldaten und Inquisitoren die Kirche umzingelten.
Ein riesiger violetter Energiestrahl schoss aus den Katakomben hoch und teilte sich in viele kleine Äderchen. Die Energieblitze trafen Soldaten und Inquisitoren, die reihenweise umkippten und verpufften. Ein violetter Turm legte sich über ganz Ravencross, und überall schossen violette Blitze runter. Der Boden vibrierte, Bäume wackelten, und Gebäude begannen zusammenzubrechen. Helena rettete mehrere Kreaturen aus der Stadt und brachte sie in Sicherheit. Der Energiestrahl schlug zurück in die Kirche, und es wurde totenstill. Eine riesige violette Explosion erfasste ganz Ravencross, schleuderte Trümmer und Kreaturen durch die Luft. Melot und Helena wurden von der Explosion erfasst und bewusstlos in den Wald geschleudert. Ravencross wurde vollständig ausgelöscht, nur ein riesiger Krater blieb, wo die Kirche gestanden hatte.
Nach der Zerstörung fanden sich die Charaktere im Wald wieder. Naira und Elyon fanden die bewusstlosen Helena und Melot und stabilisierten sie. Die Gruppe stellte fest, dass Ravencross vollständig zerstört war, nur ein Krater und brennende Trümmer blieben. Elyon las einen Brief von Vodochan, der erklärte, dass er sein Leben geopfert hatte, um Ravencross von Grimdals Einfluss zu befreien. Vodochans Brief wies die Gruppe an, nach Blackwick zu reisen, um sich mit Warden Lazarus zu treffen und den Kampf gegen Grimdal fortzusetzen. Die Gruppe plante, sich auf den Weg nach Blackwick zu machen, nachdem sie sich ausgeruht hatten. Es wurde erwähnt, dass im Wald bei Ravencross noch zweihundert Goldstücke versteckt waren, die sie bergen könnten. Elyon starrte fassungslos auf die Überreste von Ravencross, während Naira ihre Freunde betrachtete und dachte, dass zumindest für sie der nächste Tanz noch nicht vorbei war.